Osteopathie für Musiker*innen
Musikermedizin ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Prävention und Behandlung von körperlichen und psychischen Beschwerden beschäftigt, die durch das Musizieren entstehen können. Künstlerische Arbeit stellt besondere Anforderungen an Ihren Körper: Wiederholte Bewegungen, lange Proben, hohe Konzentration, ein intensiver Zeitplan und spezifische Haltungsmuster können zu körperlichen Beschwerden, muskulären Dysbalancen oder spielbedingten Verletzungen führen.
Warum Osteopathie?
Als ganzheitliche manuelle Therapie hilft Ihnen dabei, Spannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu verbessern und Ihren Körper in seinen natürlichen Regenerationsprozessen zu unterstützen. Nach Anamnese und Untersuchung arbeite ich mit Techniken wie Mobilisationen, Manipulationen und gezielten Drucktechniken.
Wie kann Osteopathie, mich als Musiker*in unterstützen?
-
Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen: Verspannungen, Muskelungleichgewichten (durch mobilisierende/harmonisierende Techniken oder Manipulationen können Spannungen abgebaut und Schmerzen gelindert werden)
-
Verbesserung von Bewegung und Leistung durch die Optimierung von Körperstrukturen und Vermeiden von Haltungsungleichgewichten
-
Entspannung und Stressabbau durch Techniken für das Nervensystem und Verbesserung der Durchblutung/Verdauung
-
Verbesserte Körperwahrnehmung und Körperbewusstsein
-
Prävention von Beschwerden und Management von spielbedingten Verletzungen. Gemeinsam können wir Präventionsstrategien wie Aufwärmübungen, Haltungsanpassungen und Veränderungen im Lebensstil entwickeln, um das Verletzungsrisiko zu verringern und Ihren Auftritt perfekt vorzubereiten!

Tasteninstrumente und Schlagzeug
Bei Pianist*innen, Organist*innen und Schlagzeuger*innen wird der untere Rücken stark beansprucht. Die Bedienung der Pedale belastet die hintere Muskelkette des Beins und kann zu Ischiassymptomatiken führen.
Häufige Problemszonen: Unterer Rücken, Nacken und Schultern, Hände und Arme, Karpaltunnelsyndrom, Epicondylitis, Hexenschuss, Ischiasnerv/Bandscheibenvorfall.
Osteopathie bietet Schmerzlinderung und mehr Leichtigkeit beim Spielen. Häufig berichten Patienten, dass Sie weniger Druck brauchen, um zu spielen.

Streicher
Bei Geiger*innen und Bratschist*innen lassen sich Asymmetrien kaum vermeiden, wobei die ständig geneigte Kopfhaltung nicht selten zu Schmerzen führt.
Häufige Probleme: Kiefer, Hals- und Brustwirbelsäule, Nacken und Schultern, Hände und Arme, Tinnitus, Bruxismus, Craniomandibuläre Dysfunktion, Karpaltunnelsyndrom, Kopfschmerzen,
Sehnenscheidenentzündung.
Bei Cellist*innen und Kontrabassist*innen kommen auch häufig untere Rückenschmerzen hinzu.
Osteopathie bietet Schmerzlinderung und mehr Leichtigkeit beim Spielen. Häufig berichten Patienten, dass Sie weniger Druck brauchen, um zu spielen.

Stimme
Das Instrument von Sänger*innen oder allgemein von Personen, die beruflich oder intensiv mit ihrer Stimme arbeiten, ist ihr gesamter Körper. Daher ist es nachvollziehbar, dass jede Beeinträchtigung der körperlichen Integrität oder des Gleichgewichts Auswirkungen auf die Stimme haben kann. Dies erklärt, weshalb selbst eine einfache Verstauchung einen erheblichen Einfluss auf die Qualität der Stimme haben kann.
Häufige Gründe für eine Konsultation:
der Wunsch, die eigene Gesangstechnik zu verbessern; Spannungen im Bereich des Kiefers, des Gesichts, des Zwerchfells und des Beckenbodens; Zustand nach einer Atemwegsinfektion; Verdauungsprobleme; gastroösophagealer Reflux; prämenstruelles Syndrom und Menstruationsschmerzen; Wiederaufnahme des Singens nach oder während einer Schwangerschaft.
Die Osteopathie kann sich positiv auf die Artikulation, die Klangqualität und -farbe, die Fähigkeit, den Atem flexibel zu stützen, die Beweglichkeit des Brustkorbs sowie das Lungenvolumen auswirken.

Blasinstrumente
Das Spielen eines Blasinstruments ist in den meisten Fällen mit hohen Druckverhältnissen verbunden – von der Mundöffnung über den Brustkorb und den Bauchraum bis hin zum Beckenboden.
Häufige Beratungs- bzw. Behandlungsgründe: Schmerzen der Gesichts- und mimischen Muskulatur, Kiefer, Lippen, Hände und Arme, Schultern und Nacken, Zwischenrippenmuskulatur sowie Zwerchfell/ Beckenboden, Steißbein und Becken.
Weitere häufige Symptome sind Reflux und andere Verdauungsprobleme wie Blähungen sowie Regelschmerzen.
Osteopathie kann helfen, Schmerzen zu lindern, die instrumentale Praxis zu erleichtern, Spannungen zu reduzieren und das Lungenvolumen zu erhöhen.

Harfe, Gitarre, Mandoline und ukulele
Bei diesen Musiker*innen sind die Arme oft stark beansprucht, und eine gute Position sowie Beweglichkeit des Handgelenks können einen enormen Unterschied machen.
Häufige Beratungs- bzw. Behandlungsgründe: Schmerzen im Lenden- und Halswirbelsäulenbereich, in den Schultern, Armen und Händen, Karpaltunnelsyndrom, Epikondylitis (Tennis- oder Golferellenbogen) sowie Kopfschmerzen.
Osteopathie kann helfen, Schmerzen zu lindern, das Instrumentalspiel zu erleichtern und die Präzision des Spiels zu verbessern.